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Scuola
di San Giorgio degli Schiavoni
Öffnungszeiten:
9.00-12.00 - 15.00-18.00; Montag geschl.
Eintritt:
Adresse: 3259/a, Calle dei Furlani - Castello - Venedig
Obwohl
sie nicht zu den "Grossen Schulen" ("Scuole Grandi") gehört, hat diese
Laienbruderschaft doch einen Ehrenplatz in der Kunst- und Sozialgeschichte
der Lagunenstadt. Gegründet wurde sie 1451 als deutliches Zeugnis der
zunehmenden Bedeutung
der aus Dalmatien stammenden Einwohner Venedigs (genannt die "Schiavoni").
Schon lange hatte Venedig enge Handelsbeziehungen zu diesem Küstenstreifen
umd im Laufe des 15. Jahrhunderts wurde er auch politisch der Republik
eingegliedert. Seit damals wollten die von dort stammenden auch in der
neuen Heimat ihre Herkunft bestätigt wissen und als Versammlungsort
erwarb die Gemeinde das ehemalige Spital von Santa Caterina, das sie
dem heiligen Georg weihten. Mit den ersten Geldmitteln wurde der Sitz
restauriert: so entstanden im Erdgeschoss ein Saal für religiöse Feiern
und im oberen ein zweiter für Versammlungen und Sitzungen. Wahrscheinlich
wäre die Bruderschaft trotz der hohen Anzahl ihrer Mitglieder nur eine
unter vielen ähnlichen Einrichtungen geblieben wenn sie nicht im Jahr
1502 einen aussergewöhnlichen Nachlass erhalten hätte, der ihr grossen
Ruhm bringen sollte. Am Sterbebett hatte der Patriarch von Jerusalem
dem Heeresführer der venezianischen Truppen in Griechenland die Reliquien
des heiligen Georgs übergeben; dieser übergab sie bei seiner Rückkehr
der Bruderschaft, die ihr Gebäude einem diesem Heiligen geweiht hatte.
Im selben Jahr lieferte Vittore Carpaccio die ersten Werke seines Gemäldezyklus,
der den heiligen Hieronymus, Matthäus, Augustinus und natürlich Georg
gewidmet ist. Diese Meisterwerke bilden heute den Hauptanziehungspunkt
für Turisten. Um die Mitte des 16. Jahrhundert erhielt die Fassade ihre
Marmorverkleidung, die auch heute noch ihr Aussehen bestimmt. Mit den
napoleonischen Säkularisierungen schien auch das Los von San Giorgio
besiegelt zu sein und nur dem persönlichen Einsatz des Vizekönigs Eugene
Beauharnais ist es zu verdanken, dass die Scuola verschont blieb.
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