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Scuola Grande S. Maria de la Carità Öffnungszeiten:
tägl. 9.00-12 und 15.00-18.00; So geschl.
Jene von Santa Maria della Carita ist eine der ältesten religiösen Laienbruderschaften Venedigs; das Gründungsjahr ist 1260 und als erste erhielt sie das Prädikat "grande", also gross. Die wirtschaftlichen Grundlagen waren so vorteilhaft, dass im Lauf der Jahrhunderte grosse Teile des angrenzenden Klosters erworben werden konnten, was die Möglichkeit bot als Sitz ein selbständiges Gebäude für Versammlungen und Unterkünfte zu errichten. Über das Aussehen dieses ersten Gebäudes informiert uns nur ein wunderschönes Gemälde Canalettos, das im Vordergrund eine Steinmetzwerkstatt und im Hintergrund die Scuola mit ihren Nebengebäuden zeigt; die gotische Fassade besass einen geschwungenen mit Baldachinen bekrönten Giebel und zwei Masswerkfenster. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde diese von Giorgio Massari und Maccaruzzi durch die heutige Fassade mit korinthischen Säulen auf hohen Sockeln ersetzt. Über dem Portal befand sich einst eine Nische mit Skulptur und Statuen bekrönten auch den abschliessenden Segmentgiebel. Wie alle anderen "Scuole" wurde auch Santa Maria della Carita von Napoleon aufgelassen; das Gebäude und die angrenzende Klosteranlage wurden zum Sitz der Kunstakademie, eine Funktion, die sie auch heute noch innehaben. Als Gianantonio Selva im Jahr 1808 die innere Raumaufteilung der neuen Funktion anpasste, veränderte er auch die Fassade; die Rahmungen der seitlichen Fenster wurden begradigt und vereinheitlicht, die Nische geschlossen und der Segmentgiebel durch eine Attika ersetzt, die der Front ihr strenges klassisches Aussehen verleiht. Neben der Kunstakademie beherbergt das Gebäude auch ihre Gemäldesammlungen (Gallerie dell´Accademia). |
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