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Die
Frari ist eine der imposantesten Kirchen Venedig und eines der
wichtigsten Beispiel für die Architektur des Bettelsordens
der Franziskaner. Das Areal wurde den Franziskaner im Jahr 1250
vom Dogen Jacopo Tiepolo geschenkt und hier begannen sie mit der
Errichtung einer ersten Kirche. Diese erwies sich bald als zu
klein und ab der Mitte des 14. Jahrhundert begann man dem Bau
einer neuen Kirche, die dem Vorbild der Dominikanerkirche Santi
Giovanni e Paolo folgte. Der Glockenturm, einer der höchsten
der Stadt, war 1396 vollendet. Sowohl das Hauptportal als auch
die Seiteneingänge sind reich mit plastischem Schmuck gestaltet.
Der dreischiffige Innenraum über lateinischem Kreuz mit Apsis
und je drei Seitenkapellen ist ein wahres Museum venezianischer
Kunst und wie Santi Giovanni e Paolo so beherbergt auch die Franziskanerkirche
die Grabmonumente zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten.
Am Hochaltar ist Tizians
berühmtes Frühwerk, die Himmelfahrt Mariens
(1516), aufgestellt, und vom selben Künstler ist auch die
Madonna des Hauses Pesaro (1526) neben dem linken Seitenportal.
Dieses Portal umrahmt das prachtvolle Grabdenkmal für den
Dogen Giovanni Pesaro von Baldassare Longhena mit seinen makabren
Skeletten und schwarzen Atlanten. In der Sakristei ist Jacopo
Bellinis Madonna mit Heiligen (1488) zu bewundern und
eine der rechten Chorkapellen steht Donatellos ausdrucksstarker
Johannes der Täufer. Eindrucksvoll ist schliesslich
das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert mit seinen 124 Sitzen,
dessen Schnitzereien nordischen Einfluss verraten.
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