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Die
Kirche Santo Sefano zählt zu den wichtigsten Beispielen der
venezianischen Spätgotik. Die Fassade mit ihrem schönen
Portal aus der Werkstatt von Bartolomeo Bon (15. Jahrhundert)
kann kaum bewundert werden, da sie auf eine enge Gasse ausgerichtet
ist.
Die Kirche war 1374 vollendet und ihr Innenraum zeigt die typischen
Merkmale jener Zeit; drei breite Schiffe, getrennt durch weite
Spitzbogenarkaden. Aus dem frühen 15. Jahrhundert stammen
hingegen die polygonale Apsis, die Holzdecke in Form eines umgedrehten
Schiffes und die Dekoration der Ziegelwände. Einen Kontrast
zu diesem mittelalterlichen Ensemble bilden die barocken Altäre.
In der Sakristei bedeutete Werke aus der Renaissance: von Jacopo
Tintoretto sind ein Letztes Abendmahl, eine Fusswaschung und Garten
Gethsemane, von Bartolomeo Vivarini ein Polyptichon, von Paris
Bordone eine Taufe Christi und Bonifacio de Pitati wird eine Madonna
mit Heiligen zugeschrieben. Santo Stefano ist auch die letzte
Ruhestätte des Dogen Francesco Morosini, Eroberer des Peloponnes
(1694).
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