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SESTIERE VON SAN MARCO



 

MARKUSBASILIKA

 

1 S. VITALE (Vidal) - XI SEC.
2 S. STEFANO - XIII SEC.
3 S. ANGELO DEGLI ZOPPI - X SEC.
4 S. MAURIZIO - antica/ancient
5 S. FANTIN - XVI SEC.
6 S. MARIA DEL GIGLIO - XIX SEC.
7 S. MOISE' - VII SEC.
8 S. SALVADOR - antica/ancient
9 S. GIULIANO (Zulian) - IX SEC.
10 S. MARCO - IX SEC.
11 S. SAMUELE - fondata/founded XI SEC.

Die heutige Kirche wurde ab dem 11. Jahrhundert errichtet, um den schon im 9. Jahrhundert aus Alexandrien in Ägypten geraubten Leichnam der Evangelisten Markus aufzunehmen. Sie ist auch aus archiktonischer Hinsicht ein Zeichen dafür, dass die venezianische Politik ganz nach Osten gerichtet war. Es waren auch orientalische Werkleute, die das Gebäude nach byzantinischem Vorbild errichteten. Wie sehr man sich bemühte das Erbe Konstantinopels anzutreten bezeugen zuletzt die vier Pferde, die Enrico Dandolo anlässlich des vierten Kreuzzuges (1204) aus Konstantinopel nach Hause schickte. Sie wurden auf einer Terasse über dem Hauptportal aufgestellt. 1797 brachte Napoleon die Quadriga nach Paris wo sie am Triumphbogen der Champs Elisées Austellung fand; dem Einsatz Antonio Canovas ist ihre Rückkehr nach Venedig zu verdanken. Aus konservatorischen Gründen sind die Originale aus vergoldetem Bronze heute im Inneren aufgestellt, während ihren ursprünglichen Platz getreue Kopien einnehmen.
Die Fassade gliedern fünf grosse Bogenöffnungen mit Säulchenstellungen aus mehrfarbigen Marmor und reichem Mosaikschmuck in den Lünetten (im 17. und 18. Jahrhundert erneuert). Der obere Teil mit seinen Wimpergen und florealen Dekorationen stammt aus der Spätgotik. Trotz ihrer unterschiedlichen Materialien und Formen wirkt die Fassade dennoch einheitlich.
Nach dem Eintreten kommt man zunächst in eine mit prachtvollen Mosaiken geschmückte Vorhalle; von hier geht es weiter in das Innere, das dem Typus einer byzantinischen Kreuzkuppelkirche über einem griechischen Kreuz entspricht. Jeden Arm des Kreuzes gliedern drei Schiffe über denen sich die mächtigen Kuppeln erheben. Prachtvoll sind die Marmorintarsien des Fussbodens und die mit Mosaiken überzogenen Wände und Wölbungen, die den gesamten Raum in goldenes Licht tauchen. Auch die Mosaiken stammen aus unterschiedlichen Epochen und bilden dennoch eine Einheit. Himmelfahrt, Fusswaschung oder Kreuzigung stehen in der byzantinischen Tradition, während der Tanz der Salome (in der Taufkapelle) auf die Internationale Gotik verweisen. Wie auch an der Fassade, sind auch hier Restaurierungen und Ergänzungen aus der Renaissance und dem Barock zu erkennen. Hinter dem Hochaltar befindet sich die prachtvolle Pala d´Oro, ein Prunkstück venezianischer und byzantnischer Goldschmiedekunst aus dem 10.-14. Jahrhundert..

 

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