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Die
klassische Tempelfassade der kurz Tolentini genannten Kirche wurde
von Andrea Tirali im frühen 18. Jahrhundert errichtet. Der
Raum, der an sie anschliesst entstand aber schon von 1591 bis
1602, entworfen hat ihn Vincenzo Scamozzi. San Nicolo ist die
Kirche des Theatinerordens, der hier von Gaetano aus Thiene im
Jahr 1528 ins Leben gerufen wurde.Der Bau erhebt sich über
einem lateinischem Kreuz mit Seitenkapellen. Die Vierungskuppel
ist schon bald nach ihrer Fertigstellung eingestürzt; heute
befindet sich an ihrer Stelle eine flache Decke, deren illusionistische
Malerei von Gerolamo Mengozzi Colonna allerdings eine Kuppel vortäuschen.
Neben venezianischen Künstlern (Palma il Giovane, Sante Peranda,
Leandro Bassano, Pietro Damini) sind hier auch Ausländer
aus der Barockzeit vertreten. Besonders hervorzuheben sind der
Heilige Laurentius vom Genueser Bernardo Strozzi oder
eine Verkündigung vom Neapolitaner Luca Giordano.
Aus Genua stammt auch der Bildhauer Filippo Parodi, der in der
Chorkapelle das bewegte Denkmal für den Patriarchen Francesco
Morosini (1678) schuf. Von Baldassare Longhena ist der Hochaltar
in Form eines Rundtempels.
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