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Die
Benediktinerkirche San Giorgio ist eine der eindrucksvollsten
Architekturen in Venedig von Andrea Palladio. Der Grundstein zu
dem neuen Gebäude, das die mittelalterliche Kirche ersetzen
sollte, wurde 1566 gelegt, also vor den ebenfalls palladianischen
Kirchen Zitelle und Il Redentore. Die Bauarbeiten gingen aber
nur schleppend vorwärts und zur Vollendung kam es erst nach
dem Tod des Architekten gegen 1600 unter der Bauleitung von Simon
Sorella. Die Fassade spricht mit ihren korinthischen Säulen,
Pilastern und Giebeln eine klassische Sprache, die sich den liturgischen
Anforderungen anpasst. Die drei Teile der Fassade entsprechen
den drei Schiffen des basilikalen Innenraums, über der Vierung
des lateinischen Kreuzes erhebt sich eine mächtige Kuppel
und das Mittelschiff überspannt eine Tonnenwölbung,
die auf kompositen Pilastern ruht; an den Hauptraum schliesst
ein tiefer Mönchschor mit schönem geschnitzten Chorgestühl
(1598) an. Vom Campanile hat man einen schönen Blick auf
die Stadt und die Lagune, vielleicht noch eindrucksvoller als
vom Campanile am Markusplatz und vor allem weniger überlaufen.
Der Kirchenraum beherbergt einige Hauptwerke der venezianischen
Renaissance, besonders, im Presbyterium, das Letzte Abendmahl
von Jacopo Tintoretto (1594), das durch die aussergewöhnliche
Lichtführung besticht. Gegenüber, die Mannalese, ebenfalls
von Tintoretto und wo seine Qualitäten als Landschaftsmaler
deutlich werden. Der Hochaltar ist ein Hauptwerk des Bildhauers
Gerolamo Campagna (1593).
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