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Die
Gründung der Kirche geht auf die Pestepidemie von 1630 zurück.
Damals gelobte der Doge die Errichtung einer Marienkirche und
den anschliessenden Architektenwettbewerb gewann Baldassare Longhena.
Dieser schuf nicht nur in künstlerischer Hinsicht, sondern
auch in bautechnischer ein Meisterwerk. Der Bau einer so grossen
Kuppel ist auf Grund der Beschaffenheit des Bodens von Venedig
extrem aufwendig und zur statischen Sicherung der Fundamente mussten
mehr als eine Milion Baumstämme in den lockeren Untergrund
gerammt werden. Die Kirche ist 1687, fünf Jahre nach dem
Tod ihres Architekten, geweiht worden.
Sie liegt am Eingang des Canal Grande, beinahe dem Markusplatz
gegenüber, und wie beim Redentore gipfelt auch hier noch
alljährlich (am 21. November) eine Prozession, die an die
Befreiung von der Pest erinnern soll und bei der ebenfalls eine
Flossbrücke über den Kanal gespannt wird. Den Aussenbau
bestimmt die hohe Kuppel mit ihren Voluten, die nicht nur Dekoration
sondern auch Strebepfeiler sind. Das Innere besticht durch seine
einfachen klaren Formen. Um das zentrale Achteck legt sich ein
Umgang an den Kapellen anschliessen. Der bühnenartige Hochaltar
zeigt im Zentrum die Madonna und seitlich die Personifizierungen
der Venezia (links) und der herabstürzenden Pest (rechts).
Die Kirche besitzt ausgezeichnete Altarbilder von Luca Giordano,
Pietro Liberi und vor allem Tizian. Sehenswert ist auch die Sakristei
(Gemälde u.a von Tintoretto, Giuseppe Salviati, Palma il
Giovane) auf deren Altar das farbenprächtige Frühwerk
Tizians (1511) Heiliger Markus mit den Heiligen Sebastian, Rochus,
Kosmas und Damian zu bewundern ist.
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