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CASTELLO



 

KIRCHE SANTI GIOVANNI E PAOLO

 

S. MARIA DELLA CONSOLAZIONE (Fava) - XVIII SEC.
2 S. LEONE IX (Lio) - IX SEC.
3 S. MARIA FORMOSA - VII SEC.
4 S. LAZZARO DEI MENDICANTI
5 S. GIOVANNI E PAOLO - XIII-XV SEC.
6 S. MARIA DEI DERELITTI - XVI SEC.
7  
8 S. LORENZO
9 GRAN PRIORALE (S. Giovanni Battista) - XI SEC.
10 S. ANTONIN - VII SEC.
11 S. GIORGIO DEI GRECI - XVI SEC.
12 S. ZACCARIA - IX SEC.
13 S. MARIA DELLA PIETA' - XVIII SEC.
14 S. GIOVANNI BATTISTA IN BRAGORA - VIII SEC.
15 S. FRANCESCO DI PAOLA - XIV SEC.
16 S. PIETRO DI CASTELLO - IX SEC.
17 S. GIUSEPPE DI CASTELLO - XVI SEC.
18 S. GIOVANNI NOVO - X SEC.

Die Kirche ist den römischen Brüdern und Märtyrern Johannes und Paulus (3. Jahrhundert) geweiht. Errichtet wurde sie von den Domenikanern ab dem 13. Jahrhundert, die ihr auch ein weitläufiges Kloster anschlossen (heute Städtisches Spital); die Weihe fand 1430 statt.
Die abgetreppte Ziegelfassade kündet den dreischiffigen Innenraum an, den das grosse Rundfenster in der Mitte beleuchtet. In die gotischen Wandnischen sind Sarkophage eingestellt, die Säulenrahmungen des Portals weisen schon auf die Renaissance.
Die drei Schiffe der riesigen Kirche trennen wuchtige Rundpfeiler, im Osten schliessen ein Querhaus und eine lichtdurchflutete Apsis mit Masswerkfenstern und je drei Seitenkapellen an.
Die Kirche ist zur Grablege zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten, zu einer Art venezianischem Pantheon, geworden; Dogen und Heeresführer liessen sich hier ihre Denkmäler errichten und hier endeten auch immer die offiziellen Trauerfeierlichkeiten.
Das schönste dieser Monumente ist vermutlich jenes für den Dogen Pietro Mocenigo von Pietro Lombardo (1485) an der inneren Eingangswand; der Doge selbst ist als Krieger dargestellt, Assistenzfiguren in Nischen erläutern seine Tugenden. Im Presbyterium, dessen barocker Altar einfühlsam von Baldassare Longhena in das gotische Gehäuse gestellt wurde, stehen einander die Dogendenkmäler für Michele Morosini (gest. 1382) und Leonardo Loredan (gest. 1521), beide rechts, und für Andrea Vendramin (gest. 1478) von Pietro und Tullio Lombardo gegenüber.
Am zweiten Altar rechts befindet sich das schöne Polyptychon mit dem Heiligen Vinzenz Ferrer von Giovanni Bellini (1465) und kurz danach öffnet sich, eingerahmt vom monumentalen barocken Denkmal für zwei Dogen aus dem Hause Valier, die dem Heiligen Domenikus, Gründer des Domenikanerordens, geweihte Kapelle. Sie besitzt ein prachtvolles Deckenbild von Giambattista Piazzetta (1727) mit der Glorie des Heiligen und an den Wänden schöne Bronzereliefs von Giuseppe Mazza (1720).
An das linke Querhaus schliesst die Rosenkranzkapelle (Cappella del Rosario) an; sie ist ein von Alessandro Vittoria gestalteter Raum (um 1600) mit einer reichen plastischen und malerischen Ausgestaltung, die bis ins 18. Jahrhundert reicht.
Schliesslich sollte das schöne Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert an der rechten Querhausstirnseite nicht übersehen werden: es ist ein Meisterwerk der in Murano heimischen Glaskunst.

 

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