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Die
Kirche ist den römischen Brüdern und Märtyrern
Johannes
und Paulus (3. Jahrhundert) geweiht. Errichtet wurde sie von den
Domenikanern ab dem 13. Jahrhundert, die ihr auch ein weitläufiges
Kloster anschlossen (heute Städtisches Spital); die Weihe
fand 1430 statt.
Die abgetreppte Ziegelfassade kündet den dreischiffigen Innenraum
an, den das grosse Rundfenster in der Mitte beleuchtet. In die
gotischen Wandnischen sind Sarkophage eingestellt, die Säulenrahmungen
des Portals weisen schon auf die Renaissance.
Die drei Schiffe der riesigen Kirche trennen wuchtige Rundpfeiler,
im Osten schliessen ein Querhaus und eine lichtdurchflutete Apsis
mit Masswerkfenstern und je drei Seitenkapellen an.
Die Kirche ist zur Grablege zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten,
zu einer Art venezianischem Pantheon, geworden; Dogen und Heeresführer
liessen sich hier ihre Denkmäler errichten und hier endeten
auch immer die offiziellen Trauerfeierlichkeiten.
Das schönste dieser Monumente ist vermutlich jenes für
den Dogen Pietro Mocenigo von Pietro Lombardo (1485) an der inneren
Eingangswand; der Doge selbst ist als Krieger dargestellt, Assistenzfiguren
in Nischen erläutern seine Tugenden. Im Presbyterium, dessen
barocker Altar einfühlsam von Baldassare Longhena in das
gotische Gehäuse gestellt wurde, stehen einander die Dogendenkmäler
für Michele Morosini (gest. 1382) und Leonardo Loredan (gest.
1521), beide rechts, und für Andrea Vendramin (gest. 1478)
von Pietro und Tullio Lombardo gegenüber.
Am zweiten Altar rechts befindet sich das schöne Polyptychon
mit dem Heiligen Vinzenz Ferrer von Giovanni Bellini (1465) und
kurz danach öffnet sich, eingerahmt vom monumentalen barocken
Denkmal für zwei Dogen aus dem Hause Valier, die dem Heiligen
Domenikus, Gründer des Domenikanerordens, geweihte Kapelle.
Sie besitzt ein prachtvolles Deckenbild von Giambattista Piazzetta
(1727) mit der Glorie des Heiligen und an den Wänden schöne
Bronzereliefs von Giuseppe Mazza (1720).
An das linke Querhaus schliesst die Rosenkranzkapelle (Cappella
del Rosario) an; sie ist ein von Alessandro Vittoria gestalteter
Raum (um 1600) mit einer reichen plastischen und malerischen Ausgestaltung,
die bis ins 18. Jahrhundert reicht.
Schliesslich sollte das schöne Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert
an der rechten Querhausstirnseite nicht übersehen werden:
es ist ein Meisterwerk der in Murano heimischen Glaskunst. |