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CASTELLO



 

KIRCHE SAN GIOVANNI BATTISTA (BRAGORA)

 

S. MARIA DELLA CONSOLAZIONE (Fava) - XVIII SEC.
2 S. LEONE IX (Lio) - IX SEC.
3 S. MARIA FORMOSA - VII SEC.
4 S. LAZZARO DEI MENDICANTI
5 S. GIOVANNI E PAOLO - XIII-XV SEC.
6 S. MARIA DEI DERELITTI - XVI SEC.
7  
8 S. LORENZO
9 GRAN PRIORALE (S. Giovanni Battista) - XI SEC.
10 S. ANTONIN - VII SEC.
11 S. GIORGIO DEI GRECI - XVI SEC.
12 S. ZACCARIA - IX SEC.
13 S. MARIA DELLA PIETA' - XVIII SEC.
14 S. GIOVANNI BATTISTA IN BRAGORA - VIII SEC.
15 S. FRANCESCO DI PAOLA - XIV SEC.
16 S. PIETRO DI CASTELLO - IX SEC.
17 S. GIUSEPPE DI CASTELLO - XVI SEC.
18 S. GIOVANNI NOVO - X SEC.

Es wird erzählt, dass die Kirche im frühen 7. Jahrhundert vom Bischof von Oderzo, dem Heiligen Magno, geründet worden sei. Unklar ist aber nicht nur diese Datierung sondern auch die Herkunft des Namens “Bragora”. Geweiht ist die Kirche Johannes dem Täufer, dessen Reliquien seit dem 9. Jahrhundert in Venedig nachweisbar sind. Die Bezeichnung “Bragora” könnte aus dem Venezianischen “Bragola” (Marktplatz), vom Zeitwort “bragolare” (fischen) oder aber aus dem Griechischen Agora (Platz) abgeleitet werden.
Wie dem auch sei, die Kirche zählt sicher zu den beeindruckendsten Orten der Stadt. Bautätigkeiten sind aus dem 9. und 12. Jahrhundert überliefert, aber ihr heutiges Aussehen, an dem auch die Arbeiten von 1728 nichts wesentliches verändert haben, erhielt sie ab 1475. Die spätgotische Fassade ist einfach, ihre geschwungenen Bekrönungen, die die vertikale Dreiteilung unterstreichen, verleihen ihre aber grosse Eleganz. Gotisch ist auch der dreischiffige basilikale Innenraum mit drei Chorkapellen und hölzernem offenen Dachstuhl. Die Pfeiler stammen vermutlich aus einem Vorgängerbau und sind beim Neubau wiederverwendet worden. Zur malerischen Ausstattung zählen ein Christus vor Caifa und eine Fusswaschung von Jacopo Palma il Giovane, ein Letztes Abendmahl von Paris Bordone, aber das Aushängeschild ist die prachtvolle Taufe Christi von Cima da Conegliano am Hochaltar (1492-1494). Das Geschehen spielt vor einer hügelreichen Landschaft des venezianischen Festlandes und die Symetrie und Axialität der Figuren unterstreichen die Vergeistigung der Handlung. Wichtig für den Eindruck ist auch, dass der originale Rahmen erhalten ist; er wurde vom Architekten Sebastiano Mariani aus Lugano und vom Steinmetz Ludovico Bossi angefertigt.

 

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