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Der
Ursprung der Bezeichnung “Fava” ist ungeklärt,
sie
könnte auf die süssen Bohnen zurückgehen, die zu
den venezianischen Spezialitäten zählten.
Der kleine Platz wird beherrscht von der unvollendet gebliebenen
Fassade der Kirche, die einst den Mittelpunkt eines Klosters des
Heiligen Filippo Neri bildete. Der Bau wurde von Antonio Gaspari
begonnen (1711), vollendet wurde er aber erst durch Giorgio Massari
(1750-53). Der Raum erhebt sich über einem ovalen Grundriss
und die Kuppel des Presbyteriums erhöht den grossartigen
Eindruck. Die Statuen zwischen den riesigen Säulen stammen
vom Lehrer Antonio Canovas, Giuseppe Bernardi. Die Kapellen beherbergen
Meisterwerke des venezianischen Spätbarocks: eine Heimsuchung
von Jacopo Amigoni aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die Jungfrau
mit dem Seligen Gregorio Barbarigo von Giambettino Cignaroli (1761),
oder die Jungfrau mit dem Heiligen Franz von Sales, ebenfalls
von Amigoni.
Aber die Hauptwerke sind zweifelsohne weitere der Jungfrau gewidmete
Altarblätter: am zweiten Altar links Maria mit dem Heiligen
Filippo Neri (1725-7), ein Meisterwerk des reifen Piazzetta, das
sich beinahe programmatisch einem Gemälde des jüngeren
Giambattista Tiepolos gegenüberstellt: die Heilige Anna mit
der Jungfrau und dem Heiligen Joachim (1732), am ersten Altar
rechts. Dieses prachtvolle Werk wurde vor einigen Jahren geraubt,
konnte aber nach kurzer Zeit, und ohne Schäden, wiedergefunden
werden. Es gilt als Symbol für die Unsicherheit in der sich
Kunstwerke, die nicht den Weg ins Museum angetreten haben, noch
immer befinden. |