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Der
Name kommt von einem wundertätigen Marienbild, das
ein Bildhauer in seinem Garten (=Orto) aufbewahrte und das bald
ein Anziehungspunkt für die Bewohner des Viertels wurde.
Sie wird aber auch Tintoretto-Kirche genannt, denn für sie
hat der berühmte Maler viele seiner Werke geschaffen. Ausserdem
ist er hier, in der rechten Seitenkapelle, gemeinsam mit seinen
Söhnen begraben (gest. 1594).
Das Gebäude entstand im Lauf des 15. Jahrhunderts und mit
seiner dreiteiligen Fassade ist es ein typisches Werk der venezianischen
Gotik. Auf eine romanische Tradition reichen die Nischen mit den
Apostelstatuen (von den Dalle Masegne) zurück, die seitlichen
Dächer begleiten. Von der davorliegenden Brücke hat
man auch einen Blick auf den Glockenturm, dessen oberer Abschluss
vom Einfluss der arabischen Architektur auf die venezianische
zeugt.
Der dreischiffige Innenraum ist reich an Kunstschätzen aus
der Renaissance. Am ersten Altar rechts Johannes der Täufer
mit Heiligen vor einer prachtvollen Landschaftskulisse von Cima
da Conegliano; Jacopo Tintoretto schuf den Tempelgang Mariens
(1552) für die Orgelflügel (die Orgel ist nicht erhalten)
und in der Chorkapelle stehen sich zwei weitere großformatige
Arbeiten aus der Frühzeit des Malers gegenüber: Anbetung
des Goldenen Kalbes und Jüngstes Gericht (1546). Am Hochaltar
eine Verkündigung von Jacopo Palma il Giovane. In der Nacht
vom 1. März 1993 wurde aus der Kirche Giovanni Bellinis Madonna
mit Kind gestohlen; bis heute konnte sie nicht wiedergefunden
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