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Als
die Jesuiten bei ihrer Rückkehr nach Venedig im Jahr 1657
übernahmen, führten
sie radikale Veränderungen an dem alten Gebäude durch.
So wie sie heute erscheint, geht sie auf den Architekten Domenico
Rossi und das frühe 18. Jahrhundert zurück. Die Fassade
wirkt mit ihren Säulen und Skulpturen wie ein Bühnenbild
und dieser Eindruck verstärkt sich noch im Inneren. Der einschiffige
Raum mit Seitenkapellen ist ganz mit Marmorinkrustationen in Grün-
und Weisstönen überzogen, die wertvolle Stoffe imitieren
und an der Kanzel täuscht ein Vorhang aus Stuck weich fliessenden
Stoff vor. Theatralisch ist auch der Hochaltar von Giuseppe Pozzo
mit seinen Spiralsäulen und eingestellten Skulpturen; die
Statuen wurden alle von Giuseppe Torretti geschaffen. Die Wölbung
bedecken, eingelassen in vergoldete Stuckrahmen, Fresken von Francesco
Fontebasso (im Langhaus) und Louis Dorigny (Vierung und Chor).
Aus dem Vorgängerbau wurden einige herausraggende Kunstwerke
übernommen: am ersten Altar links das Martyrium des Hl. Laurentius
von Tizian (1558), ein prachtvolles Nachtstück, und im linken
Querhausarm die Himmelfahrt Mariens von Paolo Veronese. |