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Bis
zum Jahr 1807 war San Pietro
die Kathedrale von Venedig, ehe San Marco diese Stellung übernahm.
Besonders schön ist ihr Lage am Rand der Stadt auf einer
kleinen Insel, die man über eine Brücke erreichen kann.
Die Kirche wurde über einem Vorgängerbau aus dem 7.
Jahrhundert errichtet und vom Bischof Magno dem Heiligen Petrus
geweiht. Der heutige Bau besteht aus einer klassizierenden Fassade,
die Andrea Palladio entworfen hat und die aber erst nach seinem
Tod um 1600 ausgeführt wurde, und einem Innenraum, der ab
1620 von Giovanni Grappiglia errichtet wurde. Der Innenraum erhebt
sich über einem lateinischen Kreuz mit drei Schiffen, Vierungskuppel
und halbkreisförmig geschlossenem Presbyterium mit je zwei
seitlichen Kapellen. Der an schönen Skulpturen reiche Hochaltar
ist ein Werk Baldassare Longhenas und dem Heiligen Lorenzo Giustinian,
erster Patriarch von Venedig, geweiht. Giustinian war auch ein
wichtiger Pestheiliger und an diesen Umstand erinnern die Gemälde
von Antonio Bellucci an den Wänden (spätes 17. Jahrhundert).
Von Longhena ist auch die barocke Cappella Vendramin im rechten
Querhaus und der ihr gegenüberliegende Altar. Sehenswert
sind im rechten Seitenschiff der dem Heiligen Petrus zugeschriebene
Thron, in Wirklichkeit eine arabische Grabstele, die erst im 13.
Jahrhundert zum Thronsessel umfunktioniert wurde, und in einer
kleinen Kapelle auf der rechten Seite die überaus realistisch
gearbeitete Porträtbüste des Lorenzo Giustinian (15.
Jahrhundert). |