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Die
Überlieferung will, dass die Errichtung dieser Kirche auf
eine wundersame Erscheinung
der Jungfrau vor dem Bischof von Oderzo, dem Heiligen Magno (7.
Jahrhundert) zurückgeht.
Dieser ursprüngliche Bau wurde ab 1491 von Mauro Codussi
erneuert. Die Kirche zeichnet sich durch ihre zwei Fassaden aus.
Die Hauptfront ist auf den Kanal ausgerichtet (siehe Foto), die
zweite bildet die Stirnseite des Querarmes des griechischen Kreuzes
und wendet sich dem Platz zu. Die Hauptfassade ist gleichzeitig
ein Denkmal für Vettore Cappello, Heeresführer während
der Türkenkriege des 16. Jahrhunderts; seine ganzfigurige
Statue thront auf einem Sarkophag über dem Portal. Auch die
zweite Fassade wurde später (im 17. Jahrhundert) von Mitgliedern
der selben Familie finanziert. Allerdings ist man hier zurückhaltender
gewesen, denn die Familienmitglieder sind nur durch Büsten
verewigt. Aus barocker Zeit stammt auch der Glockenturm mit den
grottesken Fratzen, die seine Türen schmücken. Auch
nach Santa Maria Formosa führte alljährlich eine vom
Dogen angeführte Prozession.
Die Kirche, die der venezianischen Frührenaissance zugeordnet
wird, erhebt sich über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes.
Sie beherbergt Werke zahlreiche Kunstschätze. Erwähnenswert
sind vor allem das Triptychon von Alvise Vivarini (1473) in der
ersten rechten Kapelle, der Barbara-Altar von Palma il Vecchio
im rechten Querhaus und das Letzte Abendmahl von Leandro Bassano. |